Ein Glöckchen klingt von Haus zu Haus, heute kommt der Nikolaus — Weihnachtsfeier der kleinen Garden am 21.12.2019

Auch in diesem Jahr fand für alle Tänzerinnen und Tänzer unserer kleinen Garden eine Weihnachtsfeier im KroKaGe Vereinsheim statt. Mit Spiel, Spaß und Spannung stimmten wir uns gemeinsam auf Weihnachten ein. Nachdem sich die Kinder mit einem guten Essen gestärkt hatten, sangen wir zur Einstimmung gemeinsam einige Weihnachtslieder, die vor allem die kleinen Kinder lautstark mitsangen. Danach zogen wir uns alle warm an, denn es ging nach draußen, um das Spiel „Obstsalat im Weihnachtsmodus“ zu spielen, bevor unsere kleine Winterwanderung startete.

Nach der Hälfte der Strecke machten wir eine kleine Pause, um ein weiteres Spiel, „Mandarinenlauf mit Nikolausmütze“ in der Gruppe zu spielen. Nachdem das Gewinnerteam ermittelt war beendeten wir unsere kleine Wanderung und liefen zum Vereinsheim zurück. Dort angekommen erwartete die Kinder ein kleines Lagerfeuer, von dem alle ganz begeistert waren. Schnell suchten sich die Kinder auf den Bänken, die um die Feuerschale herum aufgestellt waren, einen Platz, denn wir hatten hohen Besuch. Unser Prinzenpaar – Prinzessin Carolin I. vum Haddl Weg und Prinz Martin II. vum scheener Bodesee – kam vorbei, worüber sich die kleinen Tänzerinnen und Tänzer sehr freuten. Gespannt lauschten sie der Weihnachtsgeschichte, die ihnen unsere Prinzessin mitgebracht hatte und vor dem Lagerfeuer vorlas.

Nun dauerte es nicht mehr lange bis der Nikolaus eintraf, den die Kinder schon herbeisehnten. Angelockt von den lauten Kinderrufen kehrte der Nikolaus mit seinem Gefährten Knecht Ruprecht ein und besuchte die Weihnachtsfeier der kleinen Garden. Die Kinder empfingen ihn freudig und blickten gespannt auf das große goldene Buch, das der Nikolaus mitgebracht hatte. Er schlug es auf und hatte viel zu berichten, denn er war natürlich auf seinen Besuch bei den Tänzerinnen und Tänzern der KroKaGe vorbereitet und hatte sich bei den Trainerinnen der Garden über den Ablauf der Trainings informiert. Der Nikolaus und auch Knecht Ruprecht zeigten sich zufrieden mit der Trainingsleistung und dem Verhalten der Kinder und baten sie lediglich, ihren Trainerinnen noch etwas besser zuzuhören. So blieb für Knecht Ruprecht nichts anderes zu tun, als die Geschenke, die der Nikolaus für die braven Tänzerinnen und Tänzer mitgebracht hatte, freizugeben und auszuteilen. Die Kinder bedankten sich mit vielen Gedichtvorträgen, über die sich der Nikolaus besonders freute. Sie verabschiedeten ihn und seinen Gefährten Knecht Ruprecht wieder mit dem Weihnachtslied „Lasst uns froh und munter sein“.

Wir bedanken uns bei allen, die uns bei der Vorbereitung der Weihnachtsfeier, dem Auf- und Abbau, tatkräftig unterstützt haben. Dankeschön sagen wir auch den Trainerinnen, die mit ihren kreativen Ideen unsere Weihnachtsfeier gestaltet haben. Auch allen Helferinnen und Helfern, die uns und die Kinder während der Feier kulinarisch bestens versorgt haben, möchten wir danken. Ein großer Dank gilt auch dem Nikolaus und Knecht Ruprecht, die an diesem Nachmittag viele Kinder glücklich gemacht haben. Für alle Beteiligten war es eine sehr schöne Weihnachtsfeier.

Weihnachtsfeier am 21.12.2019

Wie jedes Jahr fand sich die Vereinsgemeinschaft der KroKaGe zur traditionellen Weihnachtsfeier im Hotel und Restaurant „Zu den Drei Königen“ in Langenbrücken zusammen.

Der Vorsitzende, Hans-Peter Reichert, nutzte die Gelegenheit, um sich bei den Anwesenden für die ausgezeichnete Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr herzlich zu bedanken. Er führte in seiner Begrüßungsrede den Erfolg auf das Werk einer starken Vereinsgemeinschaft zurück, auf die man mit Recht stolz sein kann. Die Fähigkeit und die Bereitschaft zur Arbeit im Team wurden im vergangenen Jahr einmal mehr unter Beweis gestellt, wofür er jedem Einzelnen seine Anerkennung aussprach. Diesen Stil der Zusammenarbeit,wobei das Wort „Zusammen“ und das Wort „Arbeit“ gleichermaßen betont sind, sollten wir beibehalten. Er versprach seinen Teil dazu beizutragen und bat die Anwesenden so weiter zu machen wie bisher. Gemeinsam soll es uns gelingen an die vergangenen Erfolge anzuknüpfen und die Schwierigkeiten, die möglicherweise auf uns zukommen, zu bewältigen. Seine Ansprache beendete der Vorsitzende traditionell mit dem Vortrag eines Weihnachtsgedichts.

Anschließend wurden von den fleißigen Bediensteten des Wirtsehepaares, Ehrensenator Rudolf Dickgießer und seiner Frau Birgit, die gewählten und wohlschmeckenden Speisen aus der Menükarte serviert. 

Ihre Lieblichkeit, Prinzessin Carolin I. vum Haddl Weg, begeisterte die Anwesenden mit dem Vortrag der biblischen Weihnachtsgeschichte auf „krunemerisch“. Eine gelungene, abwechslungsreiche Unterhaltung, die man so noch nie gehörthatte. Der royale Vortag wurde entsprechend mit viel Applaus gewürdigt.

In einem anschließenden Sketch trafen sich Frau Aschach (Andrea Eschbach) und Frau Reischik (Martina Reichert) im Wartezimmer eines Arztes. Dem authentisch klingenden Dialekt zu urteilen, waren wohl beide ungarischer Abstammung. Auf die Frage der Frau Aschach nach dem allgemeinen Befinden der Frau Reischick, klagte diese überdiverse körperliche Beschwerden, wie Schmerzen im Ohr, ein steifes Genick, Darmprobleme und eine schwache Blase, die Frau Reischick als „Bischi“ bezeichnete. Die Beschwerden wurden so glaubhaft dargestellt, dass ich als Zuschauer glaubte, zeitweise unter ähnlichen Schmerzen zu leiden. Frau Aschach, in medizinischen Belangen offenbar erfahren und gebildet, empfahl Frau Reischik daraufhin einzelne Fachärzteaufzusuchen, nämlich den Ohrologen, den Genickologen, den Därmatologen und den Bischiologen. Die schauspielerischen Qualitäten der beiden Protagonistinnen (schon beim „Einmarsch“ unübersehbar) trugen zum Erfolg dieses kurzen und sehr gelungenen Sketches bei und wurden unter großem Gelächter mit viel Applaus belohnt.

Nach dieser grandiosen Unterhaltung folgte auch schon der nächste Höhepunkt; der Auftritt der Elferräte Bernd Baumann als Nikolaus und Winfried Blank als Knecht „Winnebrecht“ Ruprecht. Ihre himmlische Aufgabe war es, die „Vergehen“ der Elferräte und anderer Vereinsmitglieder, die sich im Laufe des vergangenen Jahres ereigneten, zu bestrafen. 

Mit einem sonoren Ho-Ho-Ho kamen beide dafür „herangeritten“. In der Vorrede des Nikolaus wurde wieder einmal mehr deutlich, dass dieser viel mit Fastnacht zu tun hat. Die Schlagfertigkeit der Reime und deren Pointen glichen einer fulminanten Büttenrede:

„…..Seit nunmehr hunderten von Jahren kommen wir mit dem Schlitten angefahren.

Die schönen Rentiere davor

sind quasi der Antrieb und Motor.

Doch wegen Klimaschutz und CO²

ist diese Art des Reisens nun vorbei.

Denn „Greta Thunfisch“ hat vor Kurzem

bemängelt, dass die Viecher furzen

und mit der Luft aus ihren Därmen

das Klima viel zu stark erwärmen.

Weil der Untergang der Erde droht,

haben Rentierschlitten Flugverbot.

Ich solle künftig einfach laufen,

oder einen Tesla kaufen…..“

Nach dieser lustigen Begrüßung wurden die „Vergehen“ in gekonnten und aussagekräftigen Reimen vom Nikolaus vorgetragen, der daraufhin seinen Knecht „Winnebrecht“Ruprecht aufforderte, die „Schuldigen“ mit symbolischen Rutenschlägen auf den Allerwertesten zu bestrafen. So zum Beispiel Klaus Hillenbrand und Bernd Veit, die mehrfach erfolglos einen Rasenmäher zum Laufen bringen wollten, bis sie schließlich sehr spät bemerkten, dass der Benzintank „lodderleer“ war; Alois Fuchs und Ralph Emerson Volkwein, die der zweiten Vorsitzenden, Andrea Eschbach, zwei Tage zu früh zu ihrem 60. Geburtstag gratulieren wollten; Jochen Reichert, der auf dem Frühlingsfest beim sogenannten Nagelspiel den Hammer verbog, anstatt die Nägel mit möglichst wenig Schlägen in ein Kantholz zu treiben; Denise Burkard, die nach einem Schluck Tobinambur beim Schützenfest so viel Husten musste, dass sie unweigerlich in Tränen ausbrach. Sie wurde jedoch von „Schlägen“ verschont und musste stattdessen Knecht Winnebrecht Ruprecht ein Küsschen geben und dem Nikolaus versprechen ein Tobinambur-Seminar bei Martina Reichert zu besuchen. 

Den programmtechnischen Abschluss des Abends bildete die traditionelle Weihnachtstombola, die wie in den Jahren zuvor mit viel Spannung und Vergnügen vonstattenging. Während Prinzessin Carolin I. vum Haddl Weg die Losfee spielte, verlasSitzungspräsident Michael Heinzmann routiniert unterhaltsamund lautstark (das war bei der ausgelassenen Stimmung auch unverzichtbar) die Losnummern, und überreichte höchstpersönlich die Weihnachtspäckchen ihren Gewinnern.Er hatte dabei viel zu laufen, denn die meisten der Gewinne wurden, wie Fortuna halt manchmal gelaunt ist, am letzten Tisch gemacht. Dieses Phänomen sorgte für einiges Gelächterund Szenenapplaus. Der Erlös der verkauften Lose wird wieder dem Kinderhospiz Sterntaler gespendet. Diese schöne Weihnachtsfeier dauerte bis nach Mitternacht.

R.E.V